Marlene Eschkötter

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Informationen zur Autorin

Es geht doch immer um das Eine: Die ewige Suche nach dem ganz großen Gefühl, der Liebe für immer, dem einzig wahren Glück. Niemand weiß das so gut wie Marlene Eschkötter. Seit 40 Jahren schreibt sie sogenannte Groschen-Romane, die einige bespötteln, aber viele verschlingen.

Die Dame, die ihr Alter munter lächelnd mit 66 Jahren angibt, erscheint durchaus von dieser Welt: In einem Reihenhäuschen in Münster empfängt sie ihren Besuch, das Eiche-bestückte Wohnzimmer ziert ein gekachelter Kamin, über dem Eßtisch prangt fröhlich eine orangene Plexiglas-Lampe.[...]

Auch nach etwa 400 Heftchen kennt Marlene Eschkötters Fantasie keine Grenzen. Monatlich liefert sie einen 64 Seiten starken Roman. Und das ist wenig: "Anfangs mußte ich in der Zeit 240 Seiten schreiben." Da gab es noch private Büchereien, wo die Liebesromane ausgeliehen wurden. Dabei litt Marlene Eschkötter sicherlich nie unter Langeweile, denn sie hatte vier Kinder zu versorgen.[...]

Heute hätte sie weit mehr Zeit für die Schriftstellerei: Seit 1988 ist sie verwitwet, die Kinder sind aus dem Haus. Aber jetzt ist ihr der Besuch im Fitneßclub ebenfalls wichtig; und wer so viele Gefühle beschrieben hat, weiß, daß die Liebe Zeit zum Reifen braucht.[...]

Natürlich weiß die Autorin, daß ihre Geschichten vom echten Leben so weit weg sind wie Big Brother von Hollywood. Und spätestens als ihre eigene Mutter ihr vorwarf, sie hätte doch bitte studieren sollen, dann würde sie sicher auch anspruchsvollere Literatur produzieren, war klar: Mit diesem Beruf erlangt man keinen Ruhm.

Wohl auch, weil die Geschichten immer unter Pseudonym entstehen. Marlene Eschkötter schreibt als Susan Grant, Bianca-Maria, Anne De Groot oder Linda Hudson. Aber, so macht die Autorin deutlich und faltet ruhig die Hände mit den zum rosa Blazer passend lackierten Fingernägeln, eine Fangemeinde hat auch sie. Liebhaberinnen ihrer Schreibe trifft sie im Supermarkt. Und warum sollte sie sich schämen für etwas, das ihr seit der Schulzeit Spaß macht? "Damals", erzählt sie schmunzelnd, "konnten meine Schulfreundinnen die Fortsetzungen kaum erwarten. Sie haben sie von Bank zu Bank weitergereicht."[...][1]

(Einsortiert unter: Eschkoetter, Marlene)

Pseudonyme

Weblinks / Quellennachweise

  1. Artikel auf welt.de von 2006

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