Thomas Ziebula

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Informationen zum Autor

Thomas Ziebula (* 1954 in Düsseldorf) stammt aus einem sorbischen Dorf in der Niederlausitz. Seine späte Kindheit und seine Jugend verbrachte er in Karlsruhe, wo er auch in den letzten Jahren immer wieder lebte.

Geschichten erzählte er sich selbst und anderen, seit er denken kann. Erste Texte entstanden in seiner früher Jugend. Als Diakon schrieb er für Kinder, als Sozialpädagoge arbeitete er in einer Schreibwerkstatt mit psychisch Kranken, als Trauerredner verfasste er zahllose Grabreden. So fand er nach und nach zum Schreiben als Beruf.

Nach verschiedenen Veröffentlichungen schreibt Jo Zybell seit Ende der neunziger Jahre Fantasygeschichten. Er ist Hauptautor der Fantasyserie Maddrax, die seit nun mehr zehn Jahren bei Bastei-Lübbe erscheint.

2001 erhielt er den „Deutschen Phantastik-Preis“ als Bester Autor, seine Romane Apokalypse und Das Volk der Tiefe (erschienen beim Zaubermond Verlag) wurden 2001, bzw. 2002 für denselben Preis in der Rubrik Bester Roman nominiert. Im Mai 2010 erschien sein großes Fantasy-Epos Die Tochter der Goldzeit beim Hoffmann und Campe Verlag. Thomas Ziebula lebt im Südschwarzwald.[1]

Von ihm ist immerhin bekannt, dass ihn seine Mutter in den 50er Jahren während einer Reise in Düsseldorf geboren hat. Angeblich sei an diesem Tag der Rhein zugefroren gewesen – was aber vermutlich mit seiner Geburt in keinem direkten Zusammenhang steht. Kurz darauf wuchs Zybell unter anderem in Cottbus, Frankfurt, Rastatt und Karlsruhe auf.

In Kindheit und Jugend begann er sich die Langeweile mit selbst ersonnenen Gedichten und Geschichten zu vertreiben. Sein ätzendster Job war es, eine gewisse Mathematiklehrerin im Auge zu behalten, während sie die Tafel vollkritzelte (mit Funktionsgleichungen und Infinitesimalrechnungen). Sein schönster, Geschichten aus dem Leben Verstorbener vor deren Särgen in Dortmunds Trauerhallen zu erzählen. Dazwischen verdiente er sein Geld auf mancherlei Weise: Hähnchen grillen, Kranke pflegen, Hauswände mauern, predigen, Taxi fahren, Leute sozialbearbeiten und dergleichen.

Während eines Jobs in einer Psychoklinik im Schwarzwald fiel ihm die Geschichte des größenwahnsinnigen Nashorns Nero ein, das keine gescheckten und gestreiften Mittiere in der Savanne duldete. Die wurde von Rowohlt als Kinderbuch mit Erfolg gedruckt.

Danach meinte seine Liebste, es müsste eigentlich Spaß machen, mal einen dieser Arztromane zu verfassen. Seitdem schreibt Jo Zybell für den Bastei-Verlag. Meistens jedenfalls. Dort erfüllt er sich manchen Jugendtraum: Zum Beispiel auf dem Rücken eines Rappen durch die Prärie zu reiten, in einem Jaguar E herumzukurven und durch postapokalyptische Großstädte zu wandern...

Kometen auf Kollisionskurs hält Jo Zybell für unpraktisch, weil sie seinen Tabak-, Getränke- und Zeitungshändlern das Leben unnötig schwer machen könnten. Die Krönung seiner bisherigen schriftstellerischen Laufbahn bildete die Ehrung als Bester Autor mit dem Deutschen Phantastik-Preis 2001.[2]

(Autorenportrait aus Maddrax Band 50)

(Einsortiert unter: Ziebula, Thomas)

Pseudonyme

Weblinks / Quellennachweise

  1. Homepage des Autors
  2. Maddraxikon

Werkverzeichnisse